Ist die Smartwatch tot? (+ Umfrage)

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Ist die Smartwatch schon tot? (Credits: Johannes Gehrling)

Als Google im Sommer 2014 Android Wear und die ersten Smartwatches mit eben diesem OS vorstellte, war ich sehr gespannt, was die Zukunft der smarten Uhren wohl so mit sich bringen würde. Tatsächlich hatten mich die Jungs aus Mountain View damals sogar so überzeugt, dass ich sofort die LG G Watch der ersten Generation im Google Store bestellte. Und was soll ich sagen: Ich war damals hin und weg von diesem neuartigen Stück Technik, das fortan mein täglicher Begleiter wurde.

Die Smartwatch ist tot…

Der Rest ist Geschichte. Die anfängliche Begeisterung war schnell abgeflacht und wurde seitdem ab und an durch Betriebssystem-Updates mit neuen Funktionen kurzzeitig wieder entflammt. Mittlerweile gibt es für die Uhr, die ich immer noch jeden Tag trage, sogar nicht mal mehr neue Android-Versionen – darum soll es aber nicht gehen. Mittlerweile gehört die Uhr halt an’s Handgelenk, weil sie dank dauerhafter minimaler Beleuchtung auch im Dunkeln immer ablesbar ist. Außerdem schwirren über den Tag verteilt zahlreiche Benachrichtigungen rein, die ich mir immer zuerst auf der G Watch anschaue und anschließend entscheide, ob ich sofort reagiere oder ob später auch ausreicht.

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Eingehende Benachrichtigungen werden immer zuerst auf der LG G Watch gecheckt – und nur wenn nötig, sofort am Smartphone bearbeitet. (Credits: Johannes Gehrling)

Abgesehen davon bietet die smarte Uhr aber keinen wirklichen Mehrwert. Spiele sind ein-, zweimal ganz witzig, weil es erstaunlich ist, dass man heutzutage auf einer Uhr zocken kann. Produktive Apps wie der DB Navigator, Taschenrechner oder ähnliches laufen auf der Smartwatch aber meist so träge und nur in begrenztem Umfang, dass man doch lieber das Smartphone aus der Hosentasche zieht – das geht trotz extra Handbewegung deutlich schneller.

…oder etwa doch nicht?

Auf der anderen Seite fehlen die Smartwatch und ihre Funktionen ungemein, wenn sie aus irgendeinem Grund mal nicht da sind. Bestes Beispiel: Vor ein paar Wochen hatte ich zwei Tage lang vergessen, die G Watch aufzuladen, sodass ihr am dritten Tag (Ha, Apple!) irgendwann im Büro der Saft ausgegangen ist – das zwingend notwendige Ladegerät hatte ich natürlich vergessen. Mal davon abgesehen, dass die Laufzeit bei einem so kleinen Gerät mit dauerhaft eingeschaltetem Display echt erstaunlich ist, habe ich an diesem Tag gemerkt, wie sehr es mich mittlerweile nervt, bei jeder eingehenden Benachrichtigung mein Smartphone in die Hand nehmen zu müssen, statt einfach nur auf das Handgelenk zu schauen. Gleiches gilt für die Uhrzeit. Offensichtlich bieten diese zwei Szenarien doch genug Mehrwert, um die Daseinsberechtigung einer Smartwatch zu erfüllen.

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Die G Watch auf höchster Helligskeitsstufe im Tageslicht – hell sieht anders aus. (Credits: Johannes Gehrling)

Was mich heute noch mehr als sonst interessiert, ist, wie es euch bei diesem Thema geht: Gibt es viele Menschen, die überhaupt eine Smartwatch besitzen? Wie nutzt der typische User das Gerät? Haben smarte Uhren in ihrer jetzigen Form noch eine Chance auf den Durchbruch in der breiten Masse?

 

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Lasst mich eure Erfahrungen, Meinungen und Prognosen zum Thema Smartwatch gerne in den Kommentaren wissen – und vergesst nicht, an der Umfrage teilzunehmen!

7 Gedanken zu “Ist die Smartwatch tot? (+ Umfrage)

  1. Die Smartwatches müssten dünner werden und mehr Funktionen bekommen. Das könnte man bspw. mit einer Integration von Google Assistant und Smart Home Geräten wie Lampen, Steckdosen etc. erreichen.

    Ich habe auch eine Moto 360 2, nutze sie aber kaum weil mir Benachrichtigungen nicht genügend Mehrwert bieten und sie doch etwas klobig ist. Außerdem ist auch das tägliche Aufladen ein Hindernis.

    Gefällt 1 Person

    1. Dünner? Wieso das?

      Und kann man nicht jetzt schon mit ein bisschen Basteln das Smart-Home mit der Uhr steuern bzw. teilweise auch ganz offiziell? Dachte ich zumindest.

      Tägliches Aufladen kennen Apple-Anhäger ja sehr gut 😀

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