Warum Smartphone-Spiele (manchmal) gut sind

Ein Thema, mit dem ich mich als „echter“ Zocker, der berufsbedingt einiges an Zeit unter vielen anderen „echten“ Zockern verbringt, schon länger beschäftige, ist die Qualität von Smartphone-Spielen. Da kann man, etwas vereinfacht, zwei Gruppen von Menschen unterscheiden: Auf der einen Seite die Leute, die sämtliche Smartphone-Spiele für Schrott halten (und jeden, der sie spielt, auch). Auf der anderen Seite die Leute, die ausschließlich Games auf Smart-Geräten zocken und sich als „richtige“ Gamer sehen. Ich kann beide Seiten in ihrer Sichtweise auf sich selbst und die jeweils andere Gruppe verstehen. Die Wahrheit liegt aber meiner Meinung nach, wie so oft, zwischen den Extremen.

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Mit Super Mario Run versucht Nintendo, die beiden Gamer-Lager zu vereinen. Ob das klappen wird, muss sich noch zeigen. (Credits: pixelkin.org)

Wie so oft gilt: Die goldene Mitte machts

Denn Mobile-Games sind keineswegs durchgängig Schrott, andererseits bewegen sich Candy Crush Saga oder Angry Birds doch auf einem spielerischen Niveau, das einige Stufen unter einem GTA, Overwatch oder The Legend of Zelda liegt. Und obwohl ich von Kindesbeinen an „richtige“ Spiele gespielt habe – sowohl auf allen möglichen Konsolen, als auch auf dem PC – habe ich im Laufe der letzten sechs Jahre zahlreiche Mobile-Games ausprobiert, von denen einige richtig gut waren. Um diese Behauptung zu unterstreichen, möchte ich euch kurz zwei Spiele vorstellen, die ich in den letzten Monaten richtig gut fand.

Beispiel 1: Mekorama

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Der eine oder andere unter euch kennt vielleicht das super knuffige und spaßige Captain Toad: Treasure Tracker für die Wii U; eines der wenigen Spiele, für das sich die Konsole wirklich lohnt und mittlerweile als Neuauflage für die Nintendo Switch erschienen. Mekorama folgt diesem Prinzip und vereinfacht es etwas, damit es auf einem Touchscreen spielbar bleibt. Um es kurz zu fassen: Ihr bewegt einen kleinen Roboter durch zahlreiche, in sich geschloscreenshot_20161007-132929ssene und quadratische Levels. Dabei müsst ihr die verschiedensten Rätsel lösen, um den süßen Blechhaufen ans Ziel zu bringen. Springen oder ähnliches kann der Roboter nicht, also müsst ihr ihm durch kluges Überlegen einen Weg durch die Levels bahnen. Das Spiel funktioniert wunderbar auf smarten Geräten und macht richtig Spaß, und neben einer schicken und ansprechenden Grafik werdet ihr den kleinen Blechmann sicher ins Herz schließen.

Beispiel 2: Smashy City

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Auch Smashy City scheint ein recht prominentes Vorbild zu haben, das mich Ende der Neunziger dank seines tollen Offline-Multiplayers viel Lebenszeit gekostet hat: Die Rede ist von Rampage, das 2018 auch eine filmische Umsetzung bekam. Wenn ihr mehr über diesen geistigen Vater lesen wollt, empfehle ich euch diese kleine, aber feine Review zum dritten Teil der Serie auf dem Nintendo 64. Zurück zu Smashy City: Das Spiel ist sehr simpel aufgebaut. Ihr wählt eines der zahlreichen unterschiedlich starken Monster aus und lasst eine ganze Stadt vor Angst und Schrecken beben. Und natürlich vor eurer Zerstörungswut. Die Lebensenergie ist begrenzt, und da die Bewohner natürlich schnell anfangen, euch mit Panzern und ordentlich Blei zur Strecke bringen zu wolscreenshot_20161007-133742len, müsst ihr in der kurzen Zeit bis zu eurem Tod so viel Schaden wie möglich anrichten. Auch dieses Smartphone-Spiel vereinfacht das Spielprinzip eines „richtigen“ Games in einer Art, die es auf Smartphones sehr gut spielbar macht. Und genau wie Mekorama sieht es super schick aus und macht wirklich Spaß.

Was heißt das?

Was wir aus diesen beiden Beispielen lernen können:

  1. Es gibt auch Smartphone-Spiele, die wirklich gut sind.
  2. Meistens vereinfachen diese Games das Prinzip eines Konsolen- beziehungsweise PC-Spiels.
  3. Die App-Stores haben mehr zu bieten als nur Candy Crush Saga.
  4. Auch Mobile-Games sind – mitunter – „richtige“ Spiele.
  5. Trotz allem kommen diese Spiele inhaltlich und spielerisch, vor allem wegen der eher dürftigen Steuerung mit einem Touchscreen, nicht an Konsolen- und PC-Spiele heran.

Download-Links


Wie seht ihr die Sache? Seid ihr vielleicht sogar Teil des einen oder des anderen Lagers? Lasst uns in den Kommentaren gerne darüber diskutieren!

2 Gedanken zu “Warum Smartphone-Spiele (manchmal) gut sind

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