Review & Let’s Play: PinOut – ein echter Smartphone-Hit!

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Diese Woche habe ich für euch ein ganz besonderes Schmankerl aus den App Stores dieser Welt getestet: Das brandneue PinOut vom schwedischen Entwicklerteam Mediocre, das erst gestern veröffentlicht wurde. Das Team aus Dennis Gustavsson, Henrik Johansson und Emil Bengtsson zeichnet sich unter anderem verantwortlich für Smartphone-Spieleklassiker wie Sprinkle und Granny Smith – mit PinOut liefern sie ihr bisher stärkstes Game ab.

Um was geht’s?

Flipper-Automaten begeistern in Spielhallen, der Kneipe ums Eck oder im Party-Keller schon seit Jahrzehnten Jung und Alt. Auch in Form von Videospielen gibt es nicht erst seit gestern tolle Ableger – wie viele Stunden haben wir damals wohl mit dem Windows-Flipper verbracht, besonders wenn das Internet gestreikt hat oder Langeweile aufkam? An und für sich ist ein Pinball-Game also wirklich nichts neues und gerade unter Android und iOS gibt es zahlreiche mehr oder minder gute Flipper. Mediocre hat es aber geschafft, vier Dinge anders zu machen als alle Anderen und damit dieses Sub-Genre auf den Kopf zu stellen – oder anders formuliert: Deswegen mach PinOut mächtig Laune!

Futuristisch ohne Ende

Als erstes sticht natürlich die Grafik eines Spiels ins Auge – klar, immerhin läuft PinOut bei mir auf einem 5,7 Zoll großen Bildschirm im Immersive-Modus – und die ist, kurz gesagt, einfach genial. Ihr könnt zwischen drei Grafikeinstellungen (funktionell, ausgeglichen, extrem) auswählen, je nachdem wie gut euer Smartphone ist. Unabhängig davon erwartet euch eine futuristische Spielwelt im Stil von Tron, das heißt viele Neon-Farben, dunkle Ecken und Compuer-Chick der 80er-Jahre. Diese Aufmachung ist mehr als hübsch anzuschauen und hat mich auf den Screenshots bei Google Play sofort dazu gebracht, das Spiel auszuprobieren.

Der endlose Flipper

Die tollste Grafik nützt natürlich nichts, wenn ein Spiel keine Substanz hat – aber keine Sorge, PinOut hat genug davon! An und für sich habt ihr es natürlich mit einem Smartphone-Pinball zu tun, es gibt also links und rechts einen Flipper, den ihr jeweils betätigt, indem ihr auf die entsprechende Bildschirmseite tippt. Nun findet das Spielgeschehen aber nicht auf einem fest abgegrenzten Spielfeld fest. Stattdessen klettert eure Kugel immer weiter empor. Habt ihr eine gewisse Strecke hinter euch gebracht, erreicht ihr die nächste Spielstufe, was sich durch eine andere Farbe und einen veränderten Soundtrack bemerkbar macht.

Das Ziel ist also nicht, möglichst viele Punkte zu machen, wie es normalerweise bei dieser Art Spiel der Fall ist, sondern so weit wie möglich zu kommen, bevor die Zeit abläuft. Zu Beginn startet ihr mit 60 Sekunden, unterwegs könnt ihr aber Zeit auf dem Spielfeld einsammeln, euch einen Zeitvorteil durch Power-Ups verschaffen oder zusätzliche Sekunden in Minispielen gewinnen, die ebenfalls auf eine simple links/rechts-Steuerung setzen. Irgendwann ist eure Zeit aber endgültig verstrichen und die Runde ist beendet, dann steht euer Highscore fest, den ihr dank Online-Funktion mit Spielern auf der ganzen Welt vergleichen dürft.

Genialer Soundtrack

Als wäre das noch nicht genug, um einen wirklich sehr guten Flipper abzuliefern, haben sich die Entwickler sogar noch die Zeit genommen, einen absolut genialen Soundtrack für PinOut zu erschaffen – kein Wunder also, dass die drei Schweden laut eigener Aussage sieben Monate am Game gearbeitet haben. Herausgekommen ist auf Sound-Ebene eine rundum gelungene Kulisse, die optimal zum Geschehen auf dem Bildschirm passt. Futuristische, elektrische Tracks, die sich mit jeder Spielstufe ändern, lassen euch vollkommen in die Tron-artige Welt eintauchen. Weil der Soundtrack so toll ist, gibt es ihn sogar auf den gängigen Plattformen zum Streamen und Kaufen – die entsprechenden Links findet ihr am Ende des Artikels.

Spielerfreundliche Unternehmensphilosophie

Um das gesamte Paket abzurunden, besticht PinOut auch noch dank der lobenswerten und sehr spielerfreundlichen Unternehmensphilosophie von Mediocre. Das Game ist kostenlos und verzichtet auf jegliche Werbung. Es gibt lediglich einen einzigen In-App-Artikel für 1,99€, der euch die Möglichkeit gibt, eine neue Runde von der bisher maximal erreichten Spielstufe zu starten. Um einen möglichst guten Highscore hinzulegen, lohnt es sich schon, diesen Kauf zu tätigen – ihr könnt das Spiel aber ohne Unterbrechungen, stundenlanges Warten auf sich regenerierende Leben oder ähnliche nervige Abzock-Methoden spielen, ohne auch nur einen Cent dafür auszugeben. Daran könnten sich viele andere Entwickler gerne ein Beispiel nehmen.

Fazit

Dank dieser vier tollen Eigenschaften macht PinOut wirklich unheimlich viel Spaß. Das Spiel eignet sich Smartphone-typisch sehr gut für eine kleine Runde, während man beispielsweise auf die U-Bahn oder beim Arzt wartet. Aber auch längere Sessions abends auf der Couch werden nicht langweilig – genialem neuen Spielprinzip sei Dank, dass immer wieder dazu motiviert, den bisherigen Highscore zu knacken. Einzig für die Langzeitmotivation wären weitere Spielmodi oder ein Mehrspieler-Modus sehr wünschenswert. Gut möglich, dass Mediocre diese Funktionen noch nachliefert, immerhin ist das Spiel gerade einmal einen Tag alt.

Es sei euch zudem sehr ans Herz gelegt, das Spiel mit (guten) Kopfhörern zu zocken, denn der Soundtrack ist wirklich herausragend gut, für ein kostenloses Smartphone-Spiel gleich doppelt und dreifach. Alternativ könnt ihr die Tracks auch über einen der Musik-Dienste hören. Wie ihr es auch macht, probiert PinOut unbedingt einmal aus, das Spiel ist klein und dementsprechend schnell heruntergeladen und kostet euch keinen müden Penny – glaubt mir, ihr werdet es nicht bereuen!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wertung: 90/100

  • Spieler: 1
  • Genre: Pinball
  • Preis: Kostenlos | Checkpoints aktivieren: 1,99€
  • Erstveröffentlichung: 27.10.2016
  • Entwickler: Mediocre
  • Offizielle Website

Download: Game

Download: Soundtrack

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Zockt ihr das Spiel mal an?

3 Gedanken zu “Review & Let’s Play: PinOut – ein echter Smartphone-Hit!

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