Filme für Nerds: Ex Machina

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Kann es eine künstliche Intelligenz mit einem Menschen aufnehmen? Ex Machina geht dieser Frage nach. (Credits: Universal Pictures)

Diese Woche möchte ich euch wieder einmal einen Film vorstellen, der mir äußerst gut gefallen hat: Ex Machina. Das es dabei wie letzes mal um künstliche Intelligenz geht, ist tatsächlich reiner Zufall – das es erneut ein Science Fiction-Film ist, ist auf diesem Blog wohl nicht so ungewöhnlich. Es ist aber auch ein spannendes Thema, das in den letzten Jahren dank Siri, Cortana und Co. immer interessanter geworden ist, weil sich in diesem Bereich einfach sehr viel getan hat. Nichtsdestotrotz verspreche ich euch, dass es nächstes mal nicht um künstliche Intelligenz geht. Immerhin hat die KI bei Ex Machina einen realen, greifbaren Körper und existiert nicht nur als ungreifbare Stimme wie Samantha in Her.

Die Handlung in aller Kürze

Im Mittelpunkt des Geschehens steht Caleb, der als Programmierer bei Bluebook arbeitet – einer marktbeherrschenden Internet-Suchmaschine, die ganz klar an Google und andere Tech-Riesen wie Apple, Facebook oder Tesla angelehnt ist. Im Rahmen eines firmeninternen Gewinnspiels erhält er die Einladung, den exzentrischen und stinkreichen Firmengründer Nathan für eine Woche Zuhause zu besuchen und ihm bei einem Projekt zu helfen.

Dabei geht es um eine künstliche Intelligenz im Robotergehäuse namens Ava, die einem erweiterten Turing-Test unterzogen werden soll, um herauszufinden, ob sie ein dem Menschen ebenbürtiges Denkvermögen besitzt. Doch im Verlaufe dieses Tests kommt es zu einigen überraschenden Wendungen, die ich an dieser Stelle nicht weiter erläutern möchte – schließlich will ich euch die Spannung ja nicht kaputt machen.

Science Fiction, aber doch ziemlich real

Ex Machina ist zwar eine Zukunfts-Fiktion, fühlt sich beim Anschauen an vielen Stellen aber verdammt real und gegenwärtig an. Wie auch schon bei Her gilt: Die Entwicklung künstlicher Intelligenz hat mit Smartphones, dem Smart Home und den vielen anderen Smart-Geräten riesige Sprünge gemacht, vor allem in Endanwender-Bereich – oder konntet ihr euch vor zehn Jahren vorstellen, nur mit eurer Stimme Lampen anzuschalten, die Kaffeemaschine zu starten oder Gespräche mit Siri zu führen? Diese Entwicklung lässt das Geschehen des Films sehr nah an die Realität rücken.

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Roboter Ava ist nicht die erste ihrer Art: Nathan arbeitet schon länger an der perfekten künstlichen Intelligenz. (Credits: Universal Pictures)

Die fiktive Firma Bluebook und der exzentrische Firmengründer Nathan (Nachnamen werden im Film nicht genannt) lassen das Szenario noch realer wirken: Google? Steve Jobs? Bewusst versuchen die Filmemacher hier, verschiedenste reale Vorbilder aus der Technik-Branche miteinander zu vermischen. Wer sich viel mit den entsprechenden Themen beschäftigt, fühlt sich gleich wie Zuhause.

Gesellschaftskritik 2.0

Genauso wie in Her geht es bei Ex Machina im Endeffekt auch um aktuelle, sich gegenseitig beeinflussende, gesellschaftliche und technische Entwicklungen. Der Film regt zum Weiterdenken an: Was, wenn KIs und Roboter bald wirklich so schlau sind wie in Filmen? Wie lange dauert das noch? Ist die Menschheit in Gefahr, sich selbst abzuschaffen?

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Bluebook-Gründer Nathan lebt abgeschottet und zurückgezogen in den Bergen – auf Luxus muss er dort aber nicht verzichten. (Credits: Universal Pictures)

Deshalb ist Ex Machina nicht nur reines Scifi-Popcornkino wie Independence Day und Konsorten, sondern besitzt auch eine inhaltliche und philosophische Ebene, die Buchautoren wie Stanislav Lem schon in schriftlicher Form durchleuchtet haben. Dank guter Computer-Effekte und überzeugender Schauspieler wird der Film aber trotzdem nicht eintönig oder allzu anspruchsvoll, als das er nicht auch zu einem guten Filme-Abend mit Freunden oder Familie dienen kann – ein minimales Interesse an den inhaltlichen Themen vorausgesetzt.

Informationen zum Film

  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Länge: 108 Minuten
  • FSK: 12
  • Regisseur: Alex Garland
  • Drehbuch: Alex Garland
  • Genre: Science Fiction | Drama | Mystery
  • IMDb-Wertung: 7,7/10
  • Eigene Wertung: 8,3/10

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Wie gefällt euch Ex Machina? Kennt ihr noch ähnliche Filme? Ab in die Kommentare damit!

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